Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Nov
30

„Bedrohung aus dem Internet“-Eine Infoveranstaltung der Leitstelle Region des Lernens im Landkreis Diepholz

Zu einer Vortragsveranstaltung speziell für Lehrkräfte hatte die Leitstelle Region des Lernens ins Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup am Schulstandort Sulingen eingeladen. Aus vielen Schulen kamen Kolleginnen und Kollegen, um sich über die Risiken des Internet zu informieren.
Über die Vorteile des Internets als unerlässliche, weil aktuelle Informationsquelle brauchen Lehrkräfte keine Informationen mehr, für sie ist das so selbstverständlich wie das „tägliche Brot“. Deshalb war es aber besonders wichtig für sie zu erfahren, welche Gefahren sich im täglichen Umgang mit dem Internet ergeben können. Vor diesem Hintergrund ist es dem Leitstellenteam um Claudia Hacke gelungen, einen kompetenten Referenten zu diesem Thema zu finden. Marc Friedrich ist der Leiter der Security Abteilung der Firma KRK Computersysteme in Sulingen, selbst „Lehrerkind“ und somit prädestiniert, für Lehrkräfte das Thema zu behandeln.
Eingangs gab der Referent einen Überblick über die sogenannten „Sozialen Netzwerke“ wie Facebook, Schüler VZ, ICQ, YouTube usw. Merkmale der meisten ist das sogenannte Kleingedruckte, welches man als gelesen angekreuzt haben muss, um sich anzumelden. Das nicht zu lesen – und zu verstehen – ist in den meisten Fällen üblich, denn wer will schon seitenlang Kleingedrucktes lesen. Und doch steckt hier der Teufel im Detail. So tritt jeder Nutzer in der Regel alle Rechte, ob an Bilder oder Texte an den Anbieter ab. Das ist auch nach US-amerikanischem Recht, unter dem sich die meisten Netzwerke tummeln, auch so legal. Im krassesten Fall kann das bedeuten, dass man im Netz veröffentlichte Fotos selbst zurückkaufen muss, um sie zu gebrauchen. Ein weiterer Aspekt ist der Umstand, dass bekannter Weise das Internet nicht vergisst. An einem Beispiel merkte das eine Facebook Nutzerin, die sich gelöscht hatte und sich ein Jahr später wieder mit ihrer E-Mail-Adresse anmeldete. All ihre „gelöschten“ Daten waren wieder lückenlos vorhanden.
Die anonymisierte Form der Anmeldung birgt auch Risiken: So fand sich ein unbescholtener Bürger mit all seinen Daten im Internet wieder: Der Nachname war verändert, alle anderen Daten stimmten mit den seinen überein, er hatte sich aber nie angemeldet, sondern ein Bekannter tat das für ihn.

Der Referent Marc Friedrich, Chef der Security Abteilung in der Firma KRK Computersysteme aus Sulingen, bei seinem Vortrag.

Zunehmend schauen auch vor einer Einstellung Personalverantwortliche in Betrieben ins Internet und forschen, ob es Einträge über die Bewerber gibt. So entwickelten sich auch Daten im Internet zum „Karrierekiller“.
Bekannt sollte eigentlich sein, dass sehr häufig hinter bestimmten Buttons sich auch Trojaner und Viren befinden können. Ohne ein gutes Antivirenprogramm, welches sich täglich automatisch aktualisiert und einer auf hoher Sicherheit eingestellten Firewall sollte ja grundsätzlich kein Ausflug ins Internet unternommen werden.
Einigen Kollegen stand nach dem Vortrag das Entsetzen ins Gesicht geschrieben – so schlimm hätten sie sich das doch nicht vorgestellt. Und so gab es auch nach der Veranstaltung noch viele weitere Fragen, die in kleiner Runde mit dem Referenten angesprochen wurden. Dabei erklärte er sich auch bereit, seine Ausführungen in den Schulen vor Ort zu wiederholen für Schüler ebenso wie für Kolleginnen und Kollegen.
In diesem Zusammenhang gab Marc Friedrich noch ein gutes Lernprogramm mit auf den Weg: Unter www.irbi.de kann man sein Wissen um die Sicherheit im Internet testen und auch erweitern.
„Ein Umgang mit dem Internet sollte heute selbstverständlich sein, aber ebenso selbstverständlich sollte auch der wohl überlegte Umgang mit den persönlichen Daten im Netz sein. Das geplünderte Konto, ein ausgespähter Computer oder nur unerwünschte Werbung aus dem Internet, die Schäden können mannigfaltig sein!“ war der Schlusskommentar des Referenten.

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