Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Mai
16

Berufsschüler besichtigen Versuchsfeld der Landwirtschaftskammer in Borwede

Schüler des zweiten und dritten Ausbildungsjahres zum Landwirt des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen waren auf Exkursion in Borwede. Der Leiter der Versuchsstation, Philipp Stubbe, und der Leiter des Fachgebietes Pflanzenbau der Bezirksstelle Nienburg, Dr. Joachim Wendt, informierten zwei Berufsschulklassen vergangene Woche über die Versuchsstation Borwede. Hier werden auf 11 Hektar Landessortenversuche und Wertprüfungen des Bundessortenamtes, Versuche des Pflanzenschutzamtes Nienburg, Düngungsversuche und Auftragsversuche für Pflanzenzüchter und Industrie durchgeführt.
Praxisnah erläuterten Stubbe und Dr. Wendt die Entwicklung der Pflanzenbestände und anstehende Pflegemaßnahmen (Düngung und Pflanzenschutz). In diesem Jahr fällt besonders die unterschiedliche Winterhärte der Weizensorten ins Auge. Frühe Saaten waren durch den strengen Frost stärker geschädigt worden, als Aussaaten Mitte Oktober. Die Schüler berichteten aus ihren Ausbildungsbetrieben, dass geschädigte Flächen mit Ersatzfrüchten nachbestellt wurden. Herr Stubbe erläuterte, dass sie am Standort eine derartiges Ausmaß von Auswinterungen das letzte Mal vor 15 Jahren hatten.

Auszubildende des dritten Lehrjahres mit Fachlehrer Klaus Fehrentz (Mitte), Dr. Joachim Wendt und Philipp Stubbe von der Landwirtschaftskammer (von rechts).

Die Schüler wurden an modernste Methoden zur Ableitung des Düngungsbedarfs herangeführt. So konnten sie selbst Pflanzen auf den Gehalt an Blattgrün untersuchen. Eine helle Blattfarbe bedeute einen höheren Bedarf an Stickstoff, während dunkelgrüne Blätter eine ausreichende Nährstoffversorgung signalisiere. Der Vorteil dieses N-Testers liege in der genauen Düngebedarfsermittlung des Pflanzenbestandes. Daneben gebe es auch Bodenproben (Nmin) und Testungen des Pflanzensaftes auf die Konzentration von Nitrat als Hilfsmittel der Düngeplanung, so Dr. Wendt.
Die Parzellen werden mit einem speziellen Mähdrescher abgeerntet. Stubbe verriet den Schülern, dass er für seine Versuche zukünftig einen Parzellenmähdrescher einsetzen könne, der in der Lage sei, Ertrag, Feuchtigkeit und Eiweißgehalt des Erntegutes „in Echtzeit“ – also direkt während der Fahrt – zu bestimmen. So stünden die Daten schnell zu einer weiteren Verarbeitung zur Verfügung.
Schüler und Lehrer bedankten sich bei den beiden für die informative Führung. Einhelliges Fazit: die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaftskammer und Berufsbildungszentrum soll auch in Zukunft weitergeführt werden.

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