Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Mrz
05

Besuch im Dorf der Tiere-Auszubildende präsentieren Ihre Ausbildungsbetriebe

Im Rahmen der dreijährigen Berufsausbildung zur Tierpflegerin/zum Tierpfleger der Fachrichtung Tierheim-Tierpension am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup am Schulort Sulingen haben die Auszubildenden ein umfangreiches Programm zu bewältigen.

Neben der Fach-, Methoden-, Sozial und Personalkompetenz ist in der heutigen Aus-bildung die Verknüpfung von Theorie und Praxis zum Erwerb der Handlungskompetenz von großer Bedeutung.

In den Lernfeldern „Tierheime verwalten“ und „Öffentlichkeitsarbeit durchführen“ steht die Präsentation des eigenen Ausbildungsbetriebes auf dem Programm. Dazu bereisen die Auszubildenden mit ihren Lehrkräften Herrn Kinne und Abteilungsleiterin Frau Müller den Landkreis Diepholz über die Kreis- und Landesgrenzen hinaus bis nach Norden, Bremen und Nordrhein-Westfalen.

Das Los entschied über die Reihenfolge der Besuche in den Ausbildungsbetrieben in Bremen, Löhne, Norden, Stuhr und Wagenfeld. Am vergangenen Montag hatte die Auszubildende Janna in „ihren Betrieb“ TOMTEs HOF e. V. nach Norden eingeladen.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Betriebsinhaberin Frau Dr. Juliane Marliani am Eingang des traditionellen Gullhofes und einer herzhaften Einstimmung im Schulungs-raum leitete Janna ihre Präsentation ein mit einem ersten Überblick über die Entste-hung des Hofes und seine Konzeption..

TOMTEs HOF beherbergt als Hauptakteure Esel, Pferde, Ziegen, Hühner, Schafe, Gänse, Wollschweine, Kaninchen, Meerschweine, Katzen und natürlich Hofhund Joschi. Schnell stellten die angereisten Auszubildenden fest, dass es sich bei Frau Dr. Marli-anis Begegnungshof um eine tierpflegerische Einrichtung besonderer Art handelt: Als sinnvolle Ergänzung zu Tierparks bietet sie vielfältige Möglichkeiten für eine hautnahe und fördernde Begegnung und Auseinandersetzung mit Tieren im pädagogischen und therapeutischen Sinn und Effekt. Auf der Grundlage der artgemäßen Tierhaltung und des tiergerechten und respektvollen Umgang mit dem Individuum Tier unterstützt die Auszubildende neben ihrer Haupttätigkeit im Ausbildungsberuf die verschiedenen Aktivitäten für Einzelpersonen und Gruppen: Gestaltung und Durchführung von Kinder-geburtstagen, Sommerfesten und Erlebnisnachmittagen auf dem Hof, Betreuung von Menschen mit Einschränkungen, abgestimmt auf die individuellen Bedürfnisse, Anlei-tung bei den Freizeitangeboten mit pädagogischem Schwerpunkt und Intensiv-Pro-grammen für Menschen mit Behinderungen, ganzheitlichem Reiten in ruhiger und ent-spannter Hofatmosphäre und vielem mehr.
Sollte die Auszubildende auch Ihr Interesse geweckt haben, weitere Informationen finden Sie unter www.Tomtes-Hof.de.

Bei einem mehr als drei Stunden dauernden informativen Rundgang durch die Gebäude und die Anlagen der Einrichtung stellte Frau Plogstieß ihr Wissen und Können unter Beweis. Handlungsorientiert präsentierte sie „ihren Betrieb“, professionell wurden Besucher und Tiere geschickt in ihre Ausführungen eingebunden. Der Einsatz des „Target“ als Trainingsmethode durfte zwecks Übung am Menschen erprobt werden, war dann aber unverzüglich im Parcour mit den Eseln in die Tat umzusetzen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten alle Teilnehmer die Behauptung „Esel seien störrisch“ widerlegen – gewusst wie!

Nach dem obligatorischen Erinnerungsfoto bestiegen die Auszubildenden wieder Frau Müllers Privatbus, denn Janna hatte einen zweiten Programmpunkt „auf Lager“: Sie  machte die Gäste auch noch mit ihrem Kooperationsbetrieb – dem Tierheim in Hage – vertraut. Die auf der Rückfahrt stattfindenden regen Diskussionen zum und über das Erlebte wollten kein Ende nehmen. Schwer fiel der Abschied am frühen Abend – zurückgekehrt zum Schulort Sulingen, um von dort aus die endgültige Heimreise zu den Ausbildungsbetrieben anzutreten. Aber: Man tritt sich ja wieder am kommenden Montag zum Berufsschulunterricht.
Ihr Einsatzgebiet finden die demnächst frisch gebackenen Tierpflegerinnen und Tierpfleger der Berufssparte „Pensions- und Heimtierpflege“ nicht nur im gesamten Bundesgebiet. Auch im angrenzenden Ausland wissen die Arbeitgeber die Fähigkeiten der in Sulingen beschulten Fachkräfte zu schätzen.

Informationen über diesen vielseitigen und interessanten Ausbildungsberuf erhalten Sie beim Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup am Schulort Sulingen unter der Telefonnummer 0 42 71 – 9 55 60; FAX 0 42 71 – 9 55 61 11, auf der Homepage der Schule unter www.bbz-ulderup.de oder per e-mail: helga.mueller@bbz-ulderup.de

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