Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Apr
14

Betriebe und BBZ nehmen die Neuordnung gemeinsam in Angriff

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v.r.: Johann Bodenstab (Leitstelle/Wus-net), Heiner Gutschmidt (Leitstelle,Wus-net), Constantin von Kuczkowski (IHK Hannover),Hans Joachim Jacke (Schulleiter), Markus Wübbelmann (BBZ), Heiko Roffmann (BBZ).

Die berufliche Grundbildung in Niedersachsen wird mit dem Beginn des Schuljahres 2009/2010 neu geordnet. So werden an allen niedersächsischen berufsbildenden Schulen Berufsfachschulklassen für Hauptschul- und für Realschulabsolventen mit beruflicher Schwerpunktbildung eingeführt. Das Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup wird im kaufmännischen Bereich an den Standorten Diepholz und Sulingen die Schwerpunkte Handel, Büro und Industrie einrichten. Der Unterricht der Einjährigen Berufsfachschule umfasst dabei eine praktische Ausbildung, die von den SchülerInnen und Schülern in den Betrieben mit einem zeitlichen Umfang von 160 Stunden zu durchlaufen ist.

Um genau diese Neuerung in der Planung für das neue Schuljahr angemessen und für die Schülerinnen und Schüler bestmöglich umsetzen zu können, hatten das Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup und die IHK Hannover Betriebe aus den Bereichen Handel, Büro und Industrie eingeladen. 19 Unternehmen und zahlreiche Vertreter der Schule nahmen am 25.03.09 an der Veranstaltung im BBZ teil.

Nach der Begrüßung der Gäste und der Darstellung der wesentlichen Aspekte der Neuordnung durch den Schulleiter OStD Hans Joachim Jacke stellte Heiner Gutschmidt von der Leitstelle des Lernens die Plattform Wus-net vor. Dahinter verbirgt sich eine Praktikumsbörse mit Betrieben aus dem Landkreis Diepholz, die von Schülerinnen, Schülern und Betrieben der Region genutzt werden kann. Heiner Gutschmidt wies darauf hin, dass diese Plattform den Betrieben, die Plätze für Praktika und speziell für die praktische Ausbildung der Berufsfachschulen anbieten, den oftmals lästigen „Papierkram“ ersparen.

Constantin von Kuczkowski, der Geschäftsstellenleiter der IHK Hannover in Syke zeigte den Vorteil der praktische Ausbildung für die Betriebe auf. Anders als bei Praktika, die den Unternehmen bereits viel zeitliches und inhaltliches Engagement abverlangen, können die Personalverantwortlichen bei der praktischen Ausbildung die Ausbildungsordnung als Messlatte anlegen und die Schülerinnen und Schüler der Berufsfachschule einem „Tauglichkeitstest“ unterziehen, der ihnen bei der Einstellung neuer Auszubildender sehr hilfreich sein kann. Herr von Kuczkowski wies in diesem Zusammenhang auf die Chance für die Betriebe, die in der Neuordnung der beruflichen Grundbildung steckt.

Es folgte eine sehr konstruktive Diskussion, in der es um die Möglichkeiten der praktischen Umsetzung der praktischen Ausbildung in den Betrieben mit Beginn des neuen Schuljahres ging. Dabei wurde nicht nur deutlich, dass die Mehrzahl der Betriebe der Neuordnung positiv gegenüber steht und bereit ist, entsprechende Plätze für die Schülerinnen und Schüler bereit zu halten, sondern auch, dass Betriebe und Schule eine enge Zusammenarbeit als äußerst sinnvoll erachten. Ein wichtiges Ergebnis dieser Überlegung ist die Vereinbarung, Arbeitskreise mit VertreterInnen aus den Betrieben und dem Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup zur Umsetzung der verbindlichen Vorgaben einzusetzen.

Nach eineinhalb Stunden dankte Hans-Joachim Jacke den Beteteiligten für Ihr Engagement und beendete die gelungene Veranstaltung mit der Hoffnung, dass weitere Betriebe zur sinnvollen Umsetzung der Neuordnung der beruflichen Grundbildung hinzukommen werden.

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