Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Aug
04

Einsatz hat sich gelohnt – erstmalig Pflegeassistentinnen im Landkreis Diepholz

Die Freude war groß, als Klassenlehrerin Irmgard Leuters den ersten Pflegeassistentinnen des Landkreises Diepholz ihre durchweg erfolgreichen Abschlusszeugnisse aushändigte. Nun hatten sie schwarz auf weiß, wozu Abteilungsleiterin und Prüfungsvorsitzende Helga Müller am Ende der mündlichen Prüfungen ihre Glückwünsche ausgesprochen hatte: Sowohl ihre schulischen als auch ihre Berufsqualifizierenden Abschlüsse können sich sehen lassen.
Zwei Jahre mehr oder weniger Schulstress – wo war die Zeit geblieben? Zu Beginn der schulischen Ausbildung zur/zum staatlich geprüften Pflegeassistentin/Pflegeassistent am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Uldrup am Schulort Sulingen überwog die Skepsis in den Gesichtern der Bewerberinnen und Bewerber. Fragen wie „Werde ich den Erwartungen gerecht?“, „Habe ich mich für den richtige Beruf entschieden?“ sind jetzt Schnee von vorgestern. Motivation und Einsatz, Teamfähigkeit und Durchhaltevermögen haben sich gelohnt. Ganz besonders stolz ist Wiebke Denker auf ihren Abschluss; hatte sie am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup doch gerade erst vor Beginn der Ausbildung ihren Hauptschulabschluss erworben, bescheinigt ihr jetziges Zeugnis zusätzlich zur beruflichen Qualifikation sogar den Sekundarabschluss I -Realschulabschluss-.


Neben dem theoretischen Unterricht im berufsübergreifenden Lernbereich zum Erwerb des Sekundarabschlusses I bzw. dem Erweiterten Sekundarabschluss hatte jede Schülerin / jeder Schüler innerhalb der zwei Jahre insgesamt 24 Wochen (960 Zeitstunden) eine umfassende praktische Ausbildung zu absolvieren. Nach jeweils einem Praxiseinsatz in ambulanten, teilstationären oder stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe, der Altenhilfe, Gesundheits- und Krankenpflege in einem Krankenhaus und der Familienpflege hieß es die erworbenen Kompetenzen in einer praktischen Prüfung unter Beweis zu stellen.
Im nach Lernfeldern organisierten Berufsbezogenen Lernbereich – Theorie wurden die Absolventinnen mit handlungs- und problemorientiertem Lernen konfrontiert, erwarben neben Fachkompetenz auch Teamfähigkeit, Sozial- und Methodenkompetenz. Voraussetzungen nicht nur für den kompetenten Umgang mit Pflegebedürftigen und deren Bedürfnissen im künftigen Erwerbsleben, sondern auch um die beiden schriftlichen Prüfungsklausuren im Fach „Pflege von Menschen“ und fächerübergreifend aus den Fächern „Arbeits- und Beziehungsprozesse“ und „Unterstützung des Menschen“ mit pravour zu meistern.

Zusätzliche praktische Erfahrungen sammelten die Absolventinnen auch bei der Planung, Durchführung und Reflexion von Projekt- und Berufsinformationstagen, der Berufsmesse in Diepholz sowie bei Betriebsbesichtigungen pflegerischer Arbeits- und Wohnbereiche.

Besonders glücklich sind die Absolventinnen darüber, dass sie ihre erworbenen Kompetenzen unmittelbar „an den Mann und die Frau bringen können“. Sie alle haben bereits feste Arbeitsverträge und freuen sich darauf, den examinierten Fachkräften in den Pflegeeinrichtungen assistierend zur Seite stehen zu dürfen.

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