Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Nov
25

Kooperation zwischen dem Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup und der Carl-Prüter-Schule in Sulingen

Schon seit dem Frühjahr reift im Kollegium der Realschule am Deepenpool, heute die Carl-Prüter-Schule, der Gedanke, sich verstärkt dem Thema Berufsorientierung zuzuwenden. Neu ist hier die Tatsache, dass dies nun auch vom Kultusministerium per Erlass geregelt ist.
Da das Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup schon seit einigen Jahren Kooperationen mit Haupt- und Förderschulen praktiziert, lag es nahe, hier auf die Erfahrungen zurückzugreifen. Das Berufsbildungszentrum ist nun auch seit dem Ende des letzten Schuljahres dabei, ihr bisheriges Konzept zu überarbeiten. Insofern ist es naheliegend, einen gemeinsamen Start zu wagen.

Heinrich Dahlskamp (neben Manfred Evensen) begrüßt die Teilnehmer des Workshop zur Kooperation zwischen dem Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup, Schulstandort Sulingen (ehemals BBS Diepholz) und der Carl-Prüter-Schule (ehemals Realschule Sulingen).

Auf Einladung der Leitstelle Region des Lernens im Landkreises Diepholz, die für das Berufsbildungszentrum die Kooperation federführend moderiert und betreut, fand dieser Tage nun ein gemeinsamer Workshop statt. Neben den Schulleitungen waren vor allem die Kollegen beteiligt, die die Kooperation ab dem Februar 2012 durchführen werden.
Claudia Hacke, die zurzeit die Leitstelle kommissarisch leitet, führte in den Workshop ein. Sie stellte hierbei das bisher entwickelte Konzept vor. Demnach sollen die Schüler und Schülerinnen der jetzigen 8. Klassen an einem Tag statt dem normalen Unterrichtsgeschehen in der Realschule an einem speziell konzipierten Unterricht im BBZ Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen teilnehmen. Dabei werden die Schüler und Schülerinnen nach ihren Stärken und Wünschen an einem berufsfachlichen Unterricht mit großem Praxisanteil teilnehmen. Diese Stärken und Wünsche der Schülerinnen und Schüler wurden an der Carl-Prüter-Schule innerhalb eines Kompetenzfeststellungsverfahrens mit den Achtklässlern herausgearbeitet.

Herr Professor Dr. Rudolf Schröder, Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg vom Institut für Ökonomische Bildung, der die Kooperation der beiden Schulen wissenschaftlich begleiten wird und Claudia Hacke, die die Leitstelle Region des Lernens im Landkreis Diepholz kommissarisch leitet bei der Leitung des Workshops.

Herr Professor Dr. Rudolf Schröder von der Carl-von- Ossietzky Universität wird dieses Vorhaben wissenschaftlich begleiten. In seinem Referat unterstrich er die Notwendigkeit der frühzeitigen Information und Orientierung der Schüler und Schülerinnen und zeigte auf, in welchem Zusammenhang zwischen der Erlasslage und der wirtschaftlichen Notwendigkeit die Berufsorientierung der Jugendlichen steht.
Unter der Moderation von Heiner Gutschmidt (Mitarbeiter der Leitstelle) wurden verschiedene Berufsfelder zusammengetragen, die den Schülern angeboten werden sollen. Neben handwerklichen Feldern wie z.B. Holz-, Metall- und Farbtechnik werden auch Felder im Bereich der Pflege, Gesundheit sowie aus dem Wirtschafts- und Verwaltung angeboten. Ein bunter Strauß der verschieden Möglichkeiten, in dem jeder Schüler fündig werden müsste.
Bis Mitte Dezember sollen die Inhalte in verschieden Arbeitsgruppen erarbeitet werden. Danach findet nochmals eine Abstimmung der verschiedenen Berufsfelder statt, so dass auch in allen Fällen eine ausgewogene Mischung aus Theorie und Praxis stattfindet.
Anfang Dezember werden die Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit haben, sich auf der Internetplattform www.wus-net.de, der Ausbildungs-und Praktikumsbörse des Landkreises Diepholz, für 3 Berufsfelder anzumelden, wobei sie dann 2 im kommenden Schulhalbjahr durchlaufen werden.
Manfred Evensen, Leiter der Carl-Prüter-Schule, und Heinrich Dahlskamp, stellvertretender Schulleiter des BBZ, zeigten sich nach dem Workshop sehr zufrieden: „Wir begeben uns zum Vorteil der Schüler auf Neuland. Dafür haben wir heute ein gutes Stück Weg zurückgelegt und blicken gespannt, aber guten Mutes auf die Zusammenarbeit!“

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