Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Mrz
12

„Mensch Alter, Du bist meine Zukunft“ so lautet eine Kampagne des niedersächsischen Sozialministeriums

Viele junge Menschen müssen sich derzeit für einen Beruf entscheiden und damit die Weichen für ihre spätere Zukunft stellen. Nach den Wünschen und Vorstellungen gefragt, heißt es oft: abwechslungsreich, spannend, sinnvoll und kreativ soll der Beruf sein, Kontakt mit Menschen soll er bieten, vor allem aber soll er auch sicher sein und einen beruflichen Aufstieg ermöglichen. Ein Beruf, der alle diese Wünsche erfüllt, ist der Beruf der Altenpflegerin und des Altenpflegers.
Das Durchschnittsalter der Bevölkerung in Deutschland steigt stetig an. Eine hohe Lebenserwartung und niedrige Geburtenraten haben den Anteil der Senioren in den letzten Jahren vergrößert. Ältere Menschen sind heute geistig agiler und unternehmungslustiger, brauchen aber in vielen Bereichen auch Unterstützung, Betreuung und Pflege und deshalb brauchen wir Pflegekräfte, die mit einem guten Gespür für die Bedürfnisse der Senioren und durch qualifizierte Ausbildung dazu betragen möchten, deren Alltag entsprechend zu gestalten und  Hilfestellung bei der Bewältigung ihrer Bedürfnisse im Lebensalltag zu geben.

Das Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen bildet zurzeit ca. 80 Schülerinnen und Schüler unterschiedlichen Alters für diesen verantwortungsvollen und immer mehr gefragten Beruf aus.
Schulische Voraussetzung für die Ausbildung ist dabei ein Realschulabschluss oder eine abgeschlossenen Berufsausbildung.
Die praxisorientierte Ausbildung findet in Blockform abwechselnd in einem schulischen Teil am BBZ Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen und der praktischen Ausbildung in Einrichtungen der stationären und ambulanten Altenpflege statt. Die Weiterentwicklung der persönlichen Sozialkompetenz, die Vermittlung von Fachkompetenz zum eigenverantwortlichen Handeln und die Fähigkeit im Team zu arbeiten, steht dabei im Vordergrund.

Auf dem Foto von links: Ronja Reimers, Markus Sander, Alena Huth, Mona Gottwald.

Gerade die Vielschichtigkeit des Berufes wird von den Schülerinnen und Schülern als sehr positiv erlebt. Das Berufsfeld ist sehr weit und bietet vielfältige Einsatzmöglichkeiten, wie z.B. die Wahl zwischen stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen, die sich dann noch in verschiedene Schwerpunkte weiter aufteilen, die viel Raum für persönliche Vorlieben und Fähigkeiten bieten.
„Im Laufe meiner Ausbildung konnte ich viele ältere Menschen kennenlernen, sie bei der Pflege und Betreuung im Alltag unterstützen und meine erlangte Fachkompetenz anwenden“ berichtet eine Schülerin, die ihre Ausbildung in einem Seniorenheim absolviert. Besonders lobend erwähnt sie die kompetente Anleitung durch ihre sehr engagierte Mentorin und des gesamten Pflegeteams im Ausbildungsbetrieb. Ein anderer Schüler stellt heraus, dass ihn der enge Kontakt zu den Senioren und deren Biografie persönlich bereichert hat. „So unterschiedlich wie die Lebenssituationen und die Bedürfnisse alter Menschen sind, so unterschiedlich gestalten sich auch die Aufgaben in der Altenpflege“, so eine weitere Schülerin, die in Kürze ihre 3-jährige Ausbildung erfolgreich beenden wird. Sie absolviert ihre Ausbildung in einem ambulanten Betrieb und schätzt dabei das eigenständige und verantwortungsvolle Arbeiten bei ihren Besuchen in den Privathaushalten. Des Weiteren berichtet sie von verschiedenen Praktika, die sie während ihrer Ausbildung in Einrichtungen der Tagespflege und  Gerontopsychiatrie  absolvieren konnte. Gerade im Bereich der Betreuung ist Kreativität gefragt, was den Beruf zusätzlich besonders abwechslungsreich gestaltet.
„Mit  einer guten schulischen und fachpraktischen Ausbildung möchten wir die Weichen für eine qualifizierte Pflege besonders in unserem Landkreis aber auch darüber hinaus sichern“, so das Team der Berufsfachschule Altenpflege. Die Alterstruktur der derzeitigen Schülerinnen und Schüler reicht von 17 – 50 Jahre und bietet ein gutes Miteinander im Unterricht auch hinsichtlich des späteren Berufes.
Für die Zukunft wird der Bedarf an professionell ausgebildeten Fachkräften noch steigen. „Die Berufsaussichten staatlich geprüfter Altenpfleger/innen waren noch nie so gut wie heute, so Silke Roggenkamp, Bereichsleiterin am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen. Die Absolventen der vergangenen Jahre erhielten so viele Stellenangebote, dass sie sich nach eigenem Ermessen aussuchen konnten, wo sie arbeiten wollten. Zudem bekamen viele von ihnen auch weitere Qualifizierungsmöglichkeiten in Form von Fort- und Weiterbildungen angeboten. Das Berufsfeld Pflege bietet also auch weitere und interessante Aufstiegschancen.
Neugierig geworden? Das Berufsbildungszentrum bietet Interessierten nach Absprache Beratungsgespräche und auch Schnupperunterricht an.
Bewerbungen (bestehend aus Anschreiben, Foto, aktuellem Lebenslauf und einer Kopie des höchsten Schulabschlusses) an: Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup, z. Hd. Frau Roggenkamp, Bogenstraße 3, 27232 Sulingen, Tel. 04271/9556-0

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