Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Feb
18

Projekt Altsachsen – Was ist daraus geworden?

projekt-altsachsenIm Jahr 2006 wurde von einer Klasse der Einjährigen Berufsfachschule Wirtschaft für Realschulabsolventen am Schulstandort Sulingen eine Studie mit dem Titel „Strategie zur touristischen Vermarktung des Gräberfeldes der Altsachsen in der Samtgemeinde Liebenau“ im Rahmen eines Wahlkurses „Marketing“ erstellt.

Was ist daraus geworden?

  • Die Studie wurde von den Schülern im Beisein von Presse, Bürgermeistern, Wirtschaftsförderer, Tourismusmanager und der Schulleitung in Liebenau vorgestellt. Die Gemeinden wollen Informationstafeln und eine Info-Hütte aufstellen. Die Schulleitung der BBS sagt Unterstützung beim Bau zu. Die Presse berichtet über die Veranstaltung.
  • Auf der nächsten Samtgemeinderatssitzung in Liebenau wurde über die Studie berichtet und allen Ratsmitgliedern ein Exemplar ausgehändigt.
  • Im Rathaus wurden Flyer zum Gräberfeld ausgelegt.
  • Es werden Führungen durch Gästeführerinnen der „Mittelweser-Touristik“ angeboten und durchgeführt.
  • Auf der Internetseite der SG Liebenau wird über die Präsentation berichtet.
  • Es finden Gespräche mit Dr. Ommen (Leiter des Museums in Nienburg) in Beisein der Bürgermeister aus Liebenau und Steyerberg, der Presse, des Wirtschaftsförderers statt. Ergebnis: Das Museum stellt sich für Vorträge und die Gestaltung einer Ausstellung zur Verfügung.
  • Es finden Gespräche mit dem Eigentümer und dem Pächter (Bogenschützenverein nutzt das Gelände für Übungszwecke) über die Gestaltung und Nutzung statt.
  • Die Gemeinden Steyerberg und Liebenau stellen 8.000 € für das Projekt in den Haushalt 2007 ein.
  • Es finden erste Gespräche mit der Bahn AG über die Umnutzung einer ehemaligen Bahntrasse als Radweg statt.
  • Das Landesdenkmalamt und das Landesmuseum (Abt. Frühgeschichte) treten an die Gemeinden heran und bieten ihre Mithilfe an. In einem Gespräch werden Vorträge und die Gestaltung einer Dauerausstellung zu den Altsachsen mit Originalen und Nachbildungen zugesagt.
  • Der Verein „Archae“, ein Zusammenschluss von aktiven Archäologen und Interessierten, bietet den Gemeinden seine Unterstützung an. In einem Gespräch erklärt sich „Archae“ bereit eine Bauplanung für eine Info-Hütte in der Bauweise 800 n. Chr. zu übernehmen. Außerdem möchten sie ein „Altsachsenlager“ durchführen. (Soll nach dem Bau der Hütte im Sommer 2009/10 erfolgen)
  • Die Architektin des Zweckverbandes „Linkes Weserufer“ sowie der Vorsitzende von „Archae“ besuchen die BBS in Sulingen. In Gesprächen mit dem Berufsfeld „Bau“ werden die Möglichkeiten der Beteiligung durch Schüler der BBS an dem archäologischen Projekt „Bau eines Altsachsehauses“ besprochen. Das Projekt kann aber nicht vom BGJ Bau durchgeführt werden, da der Einsatz von bestimmten Werkzeugen nicht mit den Unfallverhütungsvorschriften übereinstimmen.
  • In der Informationsschrift der SG Liebenau (erschienen im April 2007) wird über das Gräberfeld informiert.
  • In mehreren Veranstaltungen auf kommunaler Ebene wird das Projekt vorgestellt und als „Regionales Leitprojekt“ (höchste Priorität) des ILEG-Mittelweser (Integration ländlicher Entwicklungskonzepte ein EU-Programm, dass Projekte mit 50% fördert) einegstuft.
  • Die Bahntrasse, die als Radwegverbindung gedacht ist, wird von der Gemeinde Steyerberg gekauft.
  • Eine Arbeitsgruppe von Bogenschützen, einem Mitglied der „Archae“ und Freiwilligen aus Liebenau baut eine Hütte im Stil der Altsachsen am Gräberfeld.
  • Die Gästeführerinnen werden im Stil der Altsachsen eingekleidet.
  • EON Avacon spendet Geldmittel für den Kauf von Hinweistafeln.
  • Das Projekt wird auf der „Grünen Woche“ in Berlin 2009 vorgestellt
  • Die Gemeinden Liebenau und Steyerberg stellen weitere Mittel in den Haushalt für den Bau eines altsächsischen Grubenhauses ein. Baubeginn 2009.

Fazit:
Das durch Schüler geplante Projekt wurde bisher 1:1 umgesetzt. Selbst die als visionär bezeichnete Weiterführung des Projektes (hin zum Freilichtmuseum) ist nicht mehr ausgeschlossen.

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