Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Jun
03

Schülerinnen und Schüler besuchen die Biogasanlage des Betriebes BN-Energie GmbH & Co. KG in Twistringen

1360 kg wogen alle Teilnehmer der Betriebsbesichtigung des Unternehmens BN-Energie GmbH & Co. KG in Drentwede auf der Fahrzeugwaage der Biogasanlage. Zusammengefunden hatten sich zu dem Besuch dieses außerschulischen Lernortes 15 Schülerinnen und Schüler des Beruflichen Gymnasiums Wirtschaft und vier Lehrerinnen im Vorbereitungsdienst des Studienseminars für das Lehramt berufsbildender Schulen in Osnabrück.
Begleitet durch die Lehrkraft Frau Claudia Beyer, sollte diese Erkundung im Rahmen des Biologieunterrichts sowohl Fachkenntnisse über diese Anlagen vermitteln und zur Meinungsbildung bezüglich des Einsatzes regenerativer Energiequellen in Biogasanlagen beitragen als auch den Wirtschaftsbetrieb Biogasanlage und die Vermarktung ihrer Produkte vorstellen.


Nach einer kurzen Begrüßung durch die beiden Betreiber Herr Bode und Herr Nienstermann führten diese die Gruppe ausführlich in die unterschiedlichen Abschnitte der Biogasanlage und deren ergänzende technische Ausstattung ein. Während die Anlage selber aus entsprechenden Biomasseeingaben durch Fermentation Biogas produziert, dienen die Ergänzungseinrichtungen z. B. Blockheizkraftwerke (BHKW) zur Verarbeitung des Biogases zu Strom. Das Unternehmen versorgt  heute ca. 5500 Haushalte mit Strom sowie 15 Haushalte mit Wärme mittels Heißwasser, welches bei der Stromerzeugung im BHKW entsteht. Der Strom wird als Ökostrom an einer Strombörse in Leipzig gehandelt.
Die bei der Stromerzeugung entstehende Abwärme betreibt eine zusätzliche Anlage zur Trocknung von Gärresten, die landwirtschaftlichen Dünger produziert. Hierbei anfallende Düngerüberschüsse dienen in Regionen Deutschlands, in denen weniger reichhaltige Böden und ein geringerer Anteil an Tiermast vorzufinden sind,  zur Unterstützung der Bodenfruchtbarkeit und Förderung der Ernteerträge.
Maissilage und Grünroggen stellen zurzeit die Hauptgrundlage zum Betrieb der Anlage. Die daran entfachte Diskussion um die Nachhaltigkeit deren Anbaus und um die Gefahr der Vermaisung wird auch durch die beiden Landwirte geführt. Alternativen zu den sehr effektiven und ertragreichen Kulturen wurden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt und werden konkret z. B. in Form des Einsatzes von Zuckerrüben aktuell erarbeitet.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer trafen mit ihren Fragen auf zwei Landwirte, die seit langer Zeit ein Konzept zur Kooperation zweier eigenständiger Betriebe umsetzen und sich in erstaunlicher Weise mit ihrer betrieblichen Arbeit und ihrer Ausrichtung ergänzen. Ganz deutlich trat dabei für alle Teilnehmer hervor, dass die Herren Bode und Nienstermann mit viel Herzblut und vielfältigen Fachkenntnissen ihr Handwerk ausüben und sich auch gerne kritischen Fragestellungen bezüglich ihrer Tätigkeit stellen.

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