Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Jan
27

Sulinger Landwirtschaftschüler erkunden Barnstorf-Landwirte und Geflügelschlachterei nehmen sich Zeit für Azubis

20 Schüler und 2 Lehrer des Berufsbildungszentrums Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen begaben sich am vergangenen Dienstag auf eine Exkursion in den Raum Barnstorf.
Erster Anlaufpunkt war der Betrieb von Ferkelerzeuger Jürgen Lettmann in Aldorf. Lettmann führte die Gruppe zusammen mit seinem Auszubildenden Philipp Heiser durch die Ställe und erläuterte die Organisation und die Tätigkeiten in seinem 500 Sauen umfassenden Bestand. Lettmann hat seinen Bestand auf Sauen dänischer Herkunft umgestellt, die mit einem Piétrain-Eber belegt werden. Zudem züchtet er seine eigenen Jungsauen heran, um Kosten zu sparen.  Wichtig dabei sei, immer genau zu wissen, was der Schweinemäster und nachfolgend der Schlachthof wünschten. Andernfalls würde der Absatz der Ferkel schnell ins Stocken geraten, vermittelte Lettmann den Berufsschülern. Wichtig ist dem Betriebsleiter ein ausgewogener Arbeitsplatz. Deshalb bewirtschafte er die 80 ha Acker auch in eigener Regie, auch wenn das Geld im Stall verdient werde.


Landwirtschaftsklasse ALA 2 auf vor dem Ferkelaufzuchtstall, Hygiene wird groß geschrieben beim Ferkelerzeuger Jürgen Lettmann (links) mit Azubi Philipp Heiser (2. v. rechts), mit auf dem Bild: Lehrer Klaus Fehrentz (2. v. links)
Nur wenige 100 Meter weiter hatte die Gruppe ihren nächsten Halt bei der Barnstorfer Geflügelschlachterei Menge, wo Alt-Legehennen zu Suppenhühnern verarbeitet werden. Juniorchef Dietrich Menge und die Qualitätsbeauftrage Marina Philipp führten die Klasse in zwei Gruppen durch den Betrieb und erläuterten Schlachtung und Verarbeitung.
Anschließend stärkte sich die Gruppe im Rasthaus Barnstorf. Im 2. Ausbildungsjahr gibt es zum Halbjahr keine Zeugnisse in der Berufsschule. Um die Berufsschüler und ihre Ausbilder dennoch über die schulischen Leistungen auf dem Laufenden zu halten, übergab Klassenlehrer Dr. Jürgen Strodthoff während des Mittagessens Leistungsstand-Mitteilungen an jeden Berufsschüler. Eine frühzeitige Rückmeldung sei wichtig für Azubi und Ausbilder, um ein gutes schulisches Niveau  zu halten bzw. zu erreichen. In Kombination mit einer Exkursion, auf der Erlerntes nochmals besprochen werden kann und neue Eindrücke gesammelt werden, bereite dieser Berufsschultag allen viel Spaß, so Strodthoff.
Abschließend stand die Besichtigung des landwirtschaftliche Betriebes Klaus Naber mit den Hauptbetriebszweigen Kartoffelanbau, Enten- und Schweinemast auf der Agenda. Außerlandwirtschaftlich ist Naber zudem in das Transportgeschäft eingestiegen und unterhält 11 LKWs für den Transport von Agrarprodukten, hauptsächlich Kartoffeln. Mit 185 ha Kartoffelanbau bei 400 ha Ackerfläche, 12.000 Entenmastplätzen und 4.900 Schweinemastplätzen konnten die Berufsschüler einen sowohl großen als auch vielseitigen Betrieb kennen lernen. Nach einer Führung durch die Kartoffel-Lagerhallen hielt sich die Gruppe lange im Entenmaststall auf, wo Naber von der Aufzucht und Mast der knapp 6.000 Pekingenten berichtete. Nach einem Gang durch den Schweinemaststall wurde die Gruppe verabschiedet und beendete ihre Erkundung im Barnstorfer Raum. Lob erhielten die Berufsschüler von ihren Lehrkräften für ihr Interesse und das disziplinierte Verhalten.

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