Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Nov
04

Tagesexkursion der Klasse F2A (2. Klasse der zweijährigen Fachschule Agrarwirtschaft)

Unsere Tagesexkursion am 16.09. begann mit der  Besichtigung der Biogasanlage von Bernd Stricker in Bakum. Die Biogasanlage von Envitec ist 2005 mit 500Kw in Betrieb genommen worden und 2009 auf 1,4 MW erweitert worden, geplant sind insgesamt 2 MW.Gefüttert wird die Anlage hauptsächlich mit Mais, Schweinegülle,  Hähnchenmist und bei günstigen Getreidepreisen,  wie 2009, auch mit Getreide oder wie in diesem Jahr mit Auswuchsgetreide. Der Mais wird auf 170 ha (155 gepachtet und 15ha Eigenland) selbst angebaut der Rest wird im Herbst zu aktuellen Marktpreisen zugekauft.
Überrascht hat uns, daß die Anlage bei ortsüblichen Pachtpreisen von 1000-1400 Euro profitabel betrieben werden kann. Dieses liegt auch an dem Wärmekonzept. Die Abwärme wird zu 65-70% zur Heizung von öffentlichen  Gebäuden (Rathaus, Schule und Schwimmbad) sowie für Wohnhäuser und Hähnchenställen genutzt. So gibt es nach dem EEG einen Wärmebonus.


Nach der Besichtigung der Biogasanlage von Herrn Stricker in Bakum fuhren wir zu 10.00 Uhr nach Lohne zur Tierarztpraxis VET-Team am Bergweg, um zwei Sauen zu sezieren. Dort wurden wir freundlich von der frisch gebackenen Tierärztin Lena Kreutzmann empfangen, die uns auch bei der Sektion begleitete bzw. auch durchführte. Bei der Sektion war das Tragen von Schutzkleidung, bestehend aus Overall, Schuhüberziehern und Handschuhen, aus tierhygienischen Gesichtspunkten Pflicht.
Zuerst wurden die Sauen in Brust- und Bauchbereich eingeteilt um eine bessere Übersicht zur Lage der Organe zu einander zu bekommen. Dabei gingen wir die Organe der Reihe nach durch und konnten diese dann sozusagen „Live“ am Schwein begutachten. Zum Ende kamen wir auch auf Veränderungen der Organe durch Krankheiten zu sprechen und erforschten die Todesursache (Pathologie)  der Sauen. Besonders faszinierend war bei dieser Sektion die Größe der Organe zu erkennen.


Zum Ende unserer Exkursion fuhren wir noch zum Schlachthof Gausepohl GmbH & Co KG, in Bakum. Dieser einer von 5 Standorten, wobei hier nur noch Rindvieh seit 2009 geschlachtet wird. Diese Umstellung ist erfolgt weil, die Handelsunternehmer, es bevorzugen dass nur eine Tiergattung auf einem Standort geschlachtet wird.
Zum Betriebsrundgang empfing uns der Geschäftsführer Herr Calveslage. Aus hygienischen Gründen begannen wir unser Rundgang entgegengesetzt der Schlachtkette. Zu Beginn betraten wir das Kühllager, in dem die Schlachtkörper nach Abnehmerwünschen zusammen gestellt wurden. Nachdem wir das Kühllager durchschritten hatten erreichten wir die Schlachtkette. Am Ende der Schlachtkette stand ein unabhängiger Klassifizierer, der die Schlachtkörper nach Fleischfülle und Fettabdeckung beurteilte. Die Schlachtung wurde von 4 Veterinären überwacht. Die Veterinäre überwachen Anlieferung, Tötung und begutachten Organe ganz besonders die Leber.

Nach der Tötung wurde sofort bei älteren Tieren ein BSE-Test genommen. Die BSE Tests wurden am Ende des Tages nach Hannover gefahren. Im Schlachthof werden am Tag ca. 50-60 Tiere geschlachtet, am Tag bis zu 600. Die Schlachttiere kommen fast ausschließlich aus Deutschland.

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