Berufsbildungszentrum Dr. Juergen Ulderup
Mai
03

„Wohngemeinschaft für Seniorinnen und Senioren“ – ein Vortrag in der Berufsfachschule Altenpflege am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup am Schulort Sulingen

Alte Menschen bei der Wohnraum- und Wohnumfeldgestaltung zu unterstützen und dabei beratend zur Seite zu stehen ist ein Lernfeld in der Ausbildung zum/r staatl. geprüften Altenpfleger/in am Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup in Sulingen. Alle Schülerinnen und Schüler haben im Rahmen ihrer Ausbildung bisher in Einrichtungen der stationären und der ambulanten Altenpflege gearbeitet und konnten so vielseitige Erfahrungen sammeln. Im Rahmen des Unterrichts informierten sie sich nun aber auch über alternative Wohnformen, wie betreutes Wohnen, Mehrgenerationenwohnen und spezielle Angebote für Demenzerkrankte.
Dazu hatte Klassenlehrerin Irmgard Leuters Frau Günzel aus Colnrade eingeladen, die die Schülerinnen und Schüler über die Arbeit und das Leben in einer Wohngemeinschaft speziell für demente Menschen informierte.

Auf dem Foto: Frau Günzel (links) mit einer Mitarbeiterin.

Ziel dieser Hausgemeinschaft mit 12 Bewohnerinnen und Bewohnern ist die individuelle Anpassung an den früher gewohnten Tagesablauf des WG-Bewohners und damit die Erfüllung ganz persönlicher Bedürfnisse. „Die Eigenständigkeit soll so lange wie möglich erhalten bleiben“, so Frau Günzel. „Nicht künstliche Angebote sollen den Tagesablauf strukturieren, unsere Seniorinnen und Senioren bringen sich ganz nach ihren Wünschen und den verbliebenen Fähigkeiten im Alltag mit ein“. Des Weiteren berichtete Frau Günzel von ihren vorwiegend positiven  Erfahrungen im Umgang der dementen Seniorinnen und Senioren untereinander und der Zusammenarbeit mit dem Personal, aber auch der intensiven Angehörigenarbeit.  Die Referentin bedauerte, dass es bisher nur wenige Senioren-Wohngemeinschaften gibt, sie darin aber auch einen Markt für die Zukunft sieht.
Den Ausführungen der Referentin schloss sich eine angeregte Diskussion der Schülerinnen und Schüler über die Vor- und Nachteile einer solchen Wohnform an. Die Klassensprecher der teilnehmenden Altenpflege-Klassen bedankten sich ganz herzlich bei der Referentin mit einem Blumenpräsent für den interessanten und informativen Vortrag.

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