Inhaltsbereich
Berufsausbildung – Einzelhandelskaufleute
Wusstest Du, dass der Beruf der Verkäuferin bzw. des Verkäufers aber auch der Einzelhandelskauffrau bzw. des Einzelhandelskaufmanns regelmäßig zu den beliebtesten Ausbildungsberufen in Deutschland zählt? Das liegt unter anderem daran, dass Einzelhandelskaufleute überall gebraucht werden. Als Kauffrau oder Kaufmann im Einzelhandel hast Du später einen ziemlich sicheren Job – freie Stellenangebote gibt es nämlich immer und überall. Aber nicht nur das, außerdem hast Du bei diesem Job jeden Tag mit vielen unterschiedlichen Menschen kontakt und kannst Dich abwechslungsreichen Situationen stellen. Langweilig wird es also so schnell nicht für Dich.
Auf einen Blick
Ausbildungsart:
Beruf im Dualen System (Ausbildung im Betrieb, Berufsschule)
Ausbildungsdauer:
2 Jahre (Verkäufer/in) bzw. 3 Jahre (Einzelhandelskauffrau/mann)
Prüfung:
Verkäufer/in: nach 2 Jahren (Zwischenprüfung nach einem Jahr)
Einzelhandelskauffrau/mann:
- Teil der IHK-Abschlussprüfung nach 2 Jahren,
- Teil der IHK-Abschlussprüfung am Ausbildungsende nach 3 Jahren (gestreckte Abschlussprüfung)
Berufsschule:
Der Schulbesuch erfolgt wöchentlich (im 1. Ausbildungsjahr 2-mal wöchentlich, im 2. Und 3. Ausbildungsjahr 1-mal wöchentlich). Der Unterricht findet an unseren beiden Schulstandorten, in Diepholz und in Sulingen, statt.
Was ist der Unterschied zwischen Verkäufer/innen und Einzelhandelskaufleuten?
Verkäufer/in und Kauffrau/-mann im Einzelhandel sind zwei verschiedene Berufe! Es gibt klare Unterschiede bei der Ausbildungsdauer und bei den Aufgaben. Die Verkäufer/in-Ausbildung dauert nur zwei Jahre, die Ausbildung der Einzelhandelskaufleute drei Jahre.
Einzelhandelskaufleute übernehmen nicht nur verkäuferische Aufgaben, sondern sind auch im Büro im Einsatz. In der Ausbildung stehen deshalb auch Buchhaltung und Betriebswirtschaft auf dem Lehrplan.
Informationen und Aufnahmevoraussetzungen - was brauchst Du?
Rein rechtlich gibt es keine konkreten Voraussetzungen. Natürlich gibt es aber trotzdem ein paar Eigenschaften und Soft Skills, die Du mitbringen solltest bzw. die Dir einen Vorteil verschaffen. Das sind zum Beispiel:
- gute Kommunikationsfähigkeiten
- kaufmännische Denkweise
- Verantwortungsbewusstsein
- Offenheit, Freundlichkeit und Respekt
Außerdem sind folgende Schulfächer wichtig:
- Deutsch
- Mathematik
Hast Du dann mit einem Betrieb einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen, kannst Du Dich oder Dein Ausbildungsbetrieb über das Online-Anmelde-Portal beim Berufsbildungszentrum Dr. Jürgen Ulderup anmelden.
Inhalte - was machen wir?
Der berufsübergreifende Lernbereich
Deutsch/Kommunikation
Englisch/Kommunikation
Politik
Der berufsbezogene Lernbereich
LF1: Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren
LF2: Verkaufsgespräche kundenorientiert führen
LF3: Kunden im Servicebereich Kasse betreuen
LF4: Waren präsentieren
LF5: Werben und den Verkauf fördern
LF6: Waren beschaffen
LF7: Waren annehmen, lagern und pflegen
LF8: Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren
LF9: Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen
LF10: Besondere Verkaufssituationen bewältigen
Im dritten Ausbildungsjahr (Einzelhandelskaufleute):
LF11: Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern
LF12: Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen und binden
LF13: Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen
LF14: Ein Unternehmen leiten und entwickeln
Abschlussmöglichkeiten - wie?
Mit Deiner Ausbildung kannst du die Befähigung zur Verkäuferin bzw. zum Verkäufer oder aber zur Einzelhandelskauffrau bzw. zum Einzelhandelskaufmann erlangen.
Schulabschluss:
Der erweiterte Sekundarabschluss I wird bei Vorliegen folgender Voraussetzungen erworben:
- erfolgreicher Abschluss der Berufsausbildung
- Berufsschulabschlusszeugnis mit einem Gesamtnotendurchschnitt von mindestens 3,0
- jeweils mindestens die Note 3 in den Fächern Deutsch, einer Fremdsprache und der Durchschnittsnote im berufsspezifischen Bereich
Du hast die Möglichkeit für folgende Zusatzqualifikation:
Und danach? Ein Ausblick ...
Die Auswahl ist riesig, denn Verkäufer/innen und Kaufleute im Einzelhandel werden überall gebraucht – und zwar in allen Branchen. Um welche Produkte Dein Leben sich zukünftig dreht, hängt ganz von Dir ab. Hier mal ein kleiner Auszug an Unternehmen, bei denen du später arbeiten kannst:
- Supermarkt
- Modegeschäft
- Baumarkt
- Versandhandel
- Elektronik-Fachmarkt
- Sport-Fachgeschäft
Wenn Du Dich für eine Branche entschieden hast, lernst Du neben den grundlegenden kaufmännischen Dingen viel über die Produkte der Branche. In den Verkaufsräumen stellst Du Dein verkäuferisches Talent unter Beweis, im Büro erledigst Du die Schreibarbeiten. Wenn Du später einmal die Branche wechseln möchtest, ist das nicht ausgeschlossen. Du musst Dich dann aber wieder intensiv in das neue Thema einarbeiten.
Weiterbildung:
- Weiterbildung zum Handelsfachwirt: Die Zusatzqualifizierung erleichtert Dir Deinen Aufstieg auf der Karriereleiter und ermöglicht Dir Führungspositionen. Die Qualifizierung findet in Form von nebenberuflichem Unterricht an Handelsschulen statt. In den Theoriephasen werden tiefgehende betriebswirtschaftliche Kenntnisse vermittelt. Zudem hat man die Möglichkeit, sich auf einen bestimmten Bereich zu spezialisieren.
- Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt IHK: Dein Abschluss gemeinsam mit einem Jahr Berufserfahrung berechtigt Dich zur Weiterbildung zum Handelsbetriebswirt IHK. Die Ausbildung findet in Voll- oder Teilzeit an einer Fachschule statt. Auch der Handelsbetriebswirt qualifiziert Dich für Führungspositionen.
- Fachoberschule Wirtschaft Klasse 12, Abschluss: Fachhochschulreife
- Duales Bachelorstudium mit Schwerpunkt Handel: Hast du neben dem Ausbildungsabschluss auch das Abitur oder Fachabitur, kannst Du Deine Weiterbildung an einer Hochschule im Fach Betriebswirtschaftslehre mit dem Schwerpunkt Handel absolvieren. Viele Fachhochschulen bieten darüber hinaus Studiengänge an, für die Du auch ohne Abitur mit deiner abgeschlossenen Ausbildung eine Zugangsberechtigung besitzt. Auch hier erhältst Du tiefgehende betriebswirtschaftliche und branchenspezifische Kenntnisse, die Dir den Zugang zu Führungspositionen erleichtern.
Beschulungsort
Die Beschulung findet an den Schulstandorten Diepholz und Sulingen statt.


