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Fachschule (FS) – Agrarwirtschaft 2-jährig
Mit der Fachschule Agrarwirtschaft erweitern Sie nach der abgeschlossenen landwirtschaftlichen Ausbildung Ihre beruflichen Qualifikationen zur Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes.
Informationen und Aufnahmevoraussetzungen - was brauchst du?
Die Fachschule Agrarwirtschaft in Sulingen versteht sich als Fortbildungsangebot für Fachkräfte mit geeigneter Berufsausbildung und Berufserfahrung, die sich für Tätigkeiten und Aufgaben auf Führungsebene qualifizieren möchten. Die Schwerpunkte unserer Fachschule sind die Vermittlung umfassender betriebswirtschaftlicher Kenntnisse und die Vertiefung produktionstechnischer Kenntnisse.
Die zweijährige Fachschule erstreckt sich über zwei Winterhalbjahre jeweils vom 1. November bis 31. März. Das Sommerhalbjahr steht zur Verfügung, um betriebliche Praxiserfahrungen zu sammeln.
- So können Sie die zweijährige direkt an die einjährige Fachschule anschließen und dabei trotzdem das vorgeschriebene Praxisjahr erfüllen.
In die einjährige Fachschule Agrarwirtschaft kann aufgenommen werden, wer folgende Voraussetzungen nachweist:
- den Sekundarabschluss I –Realschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Bildungsstand (abgeschlossene Berufsausbildung)
- eine erfolgreich abgeschlossene einschlägige Berufsausbildung mit einer Regelausbildungsdauer von drei Jahren
- den Berufsschulabschluss oder einen anderen gleichwertigen Bildungsstand
- der Abschluss der einjährigen Fachschule Agrarwirtschaft
Unterlagen für die Online-Anmeldung:
- Anmeldeformular
- Tabellarischer Lebenslauf
- Beglaubigte Kopie des letzten Schulzeugnisses
- Beglaubigte Kopie des Berufsschulabschlusszeugnisses
- Beglaubigte Kopie des Kammerzeugnisses (Gesellenbrief)
Klassenformen und Unterrichtsorganisation
Winterschulform (Zweijährige Fachschule):
Im Zeitraum von 1. November bis 31. März von Montag bis Freitag im Zeitfenster von 8.00 - 13.00 Uhr mit 30 Unterrichtsstunden pro Woche.
Es fallen keine Schulgebühren an. Eine staatliche Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (Aufstiegs-BAföG) ist möglich.
Inhalte - was machen wir?
Neben einer grundlegenden allgemeinen und fachlichen Qualifizierung stehen die folgenden Kompetenzen im Vordergrund:
- Sie lernen, unternehmerisch sinnvoll zu handeln und betriebswirtschaftlich in Alternativen zu denken. Sie analysieren und bewerten landwirtschaftliche Bilanzen. Sie ermitteln den Erfolg verschiedener Produktionsverfahren.
- Sie vertiefen Ihre Fähigkeiten, Erträge und Qualitäten im Pflanzenbau nachhaltig zu sichern.
- Sie vertiefen Ihre Fähigkeiten, gesunde tierische Leistungen zu erzielen.
- Sie erfahren, wie Risiko zu analysieren und zu bewerten ist und wie man Marktentwicklungen nutzen kann.
- Sie stärken Ihre zwischenmenschlichen Fähigkeiten und lernen mit Mitarbeitern und Azubis richtig umzugehen.
- Sie übernehmen Verantwortung für Boden und Tiere, Familie, Gesellschaft und Umwelt.
Abschlussmöglichkeiten - wie?
- Mit dem Bestehen der zweijährigen Fachschule wird die Berechtigung erworben, die Berufsbezeichnung „Staatlich geprüfter Betriebswirt / Staatlich geprüfte Betriebswirtin“ (Bachelor Professional) zu führen.
- Der Abschluss der zweijährigen Fachschule berechtigt zum Studium entsprechender Fachrichtungen an Fachhochschulen. (Erwerb der Fachhochschulreife)
- Mit dem Bestehen der zweijährigen Fachschule wird außerdem die Ausbildereignung erworben.
Eine Abschlussprüfung wird in 3 Fächern durchgeführt, u.U. ergänzt durch eine mündliche Prüfung. Weiterhin werden Projektarbeiten (z.B. die Jahresarbeit im Fach Unternehmensführung) erstellt. Projektarbeiten werden bewertet und ersetzen eine schriftliche Prüfung.
Die Ausbildereignung wird durch eine schriftliche Prüfung sowie eine Unterweisung erlangt. Auch eine mündliche Fallstudie zur Mitarbeiterführung ist zu absolvieren.
Und danach? Ein Ausblick ...
Mit der abgeschlossenen Fachschule steht Ihnen eine Vielzahl von Möglichkeiten offen. Als Absolventen sind Sie beispielsweise in der Lage, verantwortlich Betriebsabläufe zu koordinieren, pflanzliche und tierische Produktion zu leiten. Sie decken Optimierungspotenziale auf, leiten als Führungskraft Mitarbeiter an und entwickeln den Betrieb planerisch in die Zukunft.
Der Arbeitsplatz kann die Betriebsleitung im familiären landwirtschaftlichen Betrieb sein – muss es aber nicht.
Sie sind als qualifizierte Fachkräfte für viele Arbeitgeber gefragt. Chancen bieten sich sowohl in landwirtschaftlichen Unternehmen, die Führungskräfte suchen, aber auch in Unternehmen des vor- und nachgelagerten Bereichs der Agrarbranche z.B. des Agrarhandels, aber auch der Beratung, der Züchtung etc. Mit ihrem Verständnis für produktionstechnische und betriebswirtschaftliche Zusammenhänge sind staatlich geprüfte Betriebswirte überall gefragt.
Einige Absolventen entscheiden sich nach dem Besuch der Fachschule auch für ein (Fachhochschul-)Studium oder besuchen berufsbegleitend zusätzlich noch den Meisterkurs.
Beschulungsort
Die Beschulung findet am Schulstandort Sulingen statt.
