Inhaltsbereich
Fachschule (FS) – Heilerziehungspflege 3-jährig
Mit dem beruflichen Abschluss kannst du in verschiedensten pädagogisch/ pflegerischen Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen (Krippe, KITA, Förderschulen, Tagesförderstätten, moderne Wohnformen der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe, REHA- und Kurkliniken) tätig werden.
ODER du studierst an einer deutschen Fachhochschule oder niedersächsischen Universität deiner Wahl.
Informationen und Aufnahmevoraussetzungen - was brauchst du?
Um die Ausbildung beginnen zu können, benötigst du
den Sekundarabschluss I (einfacher Realschulabschluss) und
- den Nachweis über ein FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) ODER
- den Nachweis über ein Bufdi (1 Jahr Bundesfreiwilligendienst) ODER
- den Nachweis über ein einjähriges Vollzeitpraktikum in einem pädagogisch/pflegerischen Bereich ODER
- den erfolgreichen Besuch der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege – Persönliche Assistenz ODER
- den erfolgreichen Besuch der Berufsfachschule – Pflegeassistenz mit dem Notendurchschnitt 3,0 * ODER
- den Nachweis über eine mindestens zweijährige erfolgreich abgeschlossene Berufsausbildung *
Wenn du vorher andere Schulformen oder Ausbildungsgänge erfolgreich besucht hast und merkst, dass sich deine beruflichen Interessen verändert haben oder klarer geworden sind - DANN kannst du in die Klasse 1 der Fachschule Heilerziehungspflege aufgenommen werden - nach erfolgreichem Besuch
- der Klasse 11 – Fachoberschule Gesundheit und Soziales
- der Klasse 1 – Berufsfachschule, Ergotherapie, Pflegefachkraft und andere
- der Grundstufe (des ersten Ausbildungsjahres) einer dualen Berufsausbildung
- der Einführungsphase des Beruflichen Gymnasiums – Gesundheit und Soziales
Wenn du ein Abi (Allgemeine Hochschulreife) und ein Praktikum über 400 Stunden nachweist, kannst du ebenfalls in die Klasse 1 – Fachschule Heilerziehungspflege aufgenommen werden.
WICHTIG * – Wenn du bereits eine dreijährige Berufsausbildung in den Bereichen (Altenpflege, Pflegefachkraft, Erzieher, Ergotherapie) erfolgreich abgeschlossen hast du die Möglichkeit die dreijährige Heilerziehungspflegeausbildung um ein Jahr zu verkürzen.
Wenn du bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast, dich beruflich neu orientieren oder weiterqualifizieren möchtest, kannst du eine finanzielle Unterstützung, das Aufstiegs-BAföG (AFBG) beantragen. Dies ist eine monatliche Geldzahlung, die du elternunabhängig in Anspruch nehmen kannst und NICHT zurückzahlen musst. Informiere dich!!! (* Bewerber mit Anspruch auf AFBG)
https://www.aufstiegs-bafoeg.de
Ausbildungsorganisation:
In allen drei Ausbildungsjahren verbringst du 4 Tage/Woche in der Schule. Der Unterricht erfolgt in der theoretischen Ausbildung (je nach Schwerpunkt) sowie in den allgemeinbildenden Fächern (Mathematik, Deutsch, Englisch, Politik, Religion).
An einem Tag/Woche bist du im Praktikumsbetrieb eingesetzt, damit du Erlerntes auch in der Praxis anwenden kannst. Zusätzlich absolvierst du in jedem Ausbildungsjahr 2 Blockpraktika (insgesamt ca. 10 Wochen). Auf diesem Weg leistest du in jedem Ausbildungsjahr 500 Stunden in der praktischen Ausbildung.
Unterlagen für die Anmeldung
- Online-Anmeldung und Bewerbungsschreiben
- Tabellarischer Lebenslauf mit Lichtbild
- Beglaubigte Zeugniskopien
- Evtl. Bescheinigungen über FSJ, Praktika, usw.
Inhalte - was machen wir?
Im Fachunterricht der Klasse 1 (1. Ausbildungsjahr) erarbeiten wir die Entwicklung des Menschen besonders im Kindesalter und lernen pädagogische, psychologische und medizinisch/pflegerische Grundlagen kennen. Diese Inhalte helfen uns Menschen mit individuellen Beeinträchtigungen besser zu verstehen, ihre Fähigkeiten und ihre Assistenzbedarfe zu erfassen. Wenn wir das Verhalten und die Reaktionen von Menschen mit und ohne Behinderungsbild beobachten und einschätzen können, dann können wir Ideen entwickeln, was diesen Menschen in ihrem Alltag hilft, damit sie besser zurecht kommen, selbstständiger werden, wir ALLE in einer inklusiven Gesellschaft leben können. HEP´s sind die Fachkräfte für Inklusion und Teilhabe.
In den weiteren Ausbildungsjahren (Klasse 2 und 3) werden die Grundlagen, die im ersten Ausbildungsjahr gelegt wurden, vertieft. Wir lernen unterschiedliche pädagogische und pflegerische Konzepte kennen, beschäftigen uns mit den unterschiedlichen Lebensbereichen und Lebensabschnitten von Menschen mit und ohne Behinderung und leiten daraus entstehende Förderbedarfe ab. Mit gezielten pädagogischen Angeboten in der Praxis werden diese Aspekte geübt.
Abschlussmöglichkeiten - wie?
Die Fachschule Heilerziehungspflege schließt am Ende der drei Ausbildungsjahre mit der Prüfung zur/m Staatlich anerkannte/n Heilerziehungspfleger/in – Bachelor Professional in Sozialwesen – und der allgemeinen Fachhochschulreife (dem sogenannten "Fachabi") ab.
Deine Prüfung schreibst du in drei fachbezogenen heilerziehungspflegerischen Themen und in Deutsch (insgesamt 4 Klausuren). Eine praktische Prüfung findet in der Einrichtung statt.
Und danach? Ein Ausblick ...
Du kannst in zahlreichen pädagogischen Einrichtungen (Krippe, KITA, Förderschulen, Tagesförderstätten, Wohngruppen für Senioren, Werkstätten, moderne Wohnformen der Jugendhilfe, Eingliederungshilfe (z.B. sozialpsychiatrische Einrichtungen), REHA- und Kurkliniken) als Heilerziehungspfleger/in tätig werden. Hier hast du die Möglichkeit mit Berufserfahrung eine Gruppenleitung bis hin zur Einrichtungsleitung zu übernehmen.
Du kannst dich weiterqualifizieren zur/m Staatlich anerkannten Heilpädagogin/en.
Du kannst an allen deutschen Fachhochschulen und an allen niedersächsischen Universitäten ein Studium beginnen.
Beschulungsort
Die Beschulung findet am Schulstandort Sulingen statt.
